4 gute Gründe um zum Fuji zu reisen

Einer der berühmtesten Berge der Welt ist der Fuji-san mit seinem gleichförmigen Krater. Hier werde ich dir verraten, warum der Berg auf deiner nächsten Japan Reise auf deiner Liste stehen sollte und wo die schönsten Plätze sind diesen zu sehen.


Der Fuji ist ein Vulkan und mit 3.776 Metern der höchste Berg Japans. Der Berg liegt auf der Insel Honshu im Fuji-Hakone-Izu-Nationalpark. Er ist ein Nationalsymbol und seit 2013 Weltkulturerbe. Aber keine Sorge, der Vulkan ist zuletzt im achtzehnten Jahrhundert ausgebrochen. Im Shinto gilt der Fuji als heiliger Berg, wo die Gottheit Sengen okami verehrt wird. Aber auch im japanischen Buddhismus und diversen Sekten wird der Fuji als heilig empfunden.



Für deine Reise zum Fuji solltest du dir als erstes überlegen was du eigentlich alles erleben möchtest. Es gibt einige Möglichkeiten den Berg zu sehen, daher solltest du dir Gedanken machen, was du sonst sehen möchtest. Für den berühmten Blick von der Pagode, die bei den Fuji-Fünf-Seen liegt, ist Kawaguchiko ein guter Ausgangspunkt. Für den Blick vom Ashi-See mit den orangen Tori-Bögen im Wasser ist Moto-Hakone oder Atami die bessere Wahl.


Bei meiner Reise zum mysteriösen Berg Japans haben wir uns für Kawaguchiko (Fuji-Fünf-Seen) am Fuße des Fuji-san entschieden. Wir wollten dem Berg möglichst nahe kommen und auch die Chancen den schüchternen Fuji ohne Wolkenschleier zu sehen, sind hier größer.


Wie du nach Kawaguchiko kommst

Hierzu sind wir von Tokyo vom Bahnhof Shinjuku mit dem Chuo Limited Express nach Otsuki (ca. 1 Stunde) um hier in die Fujiyuko Line mit dem Panoramazug Fujisan Express (ebenfalls ca. 1 Stunde, nicht im JR Pass inkludiert) nach Kawaguchiko zu fahren.


Es gibt alternativ auch eine direkte Busverbindung von Shinjuku/Shibuya (ca. 1 ¾ Stunden, nicht im JR Pass inkludiert, online Buchung hier oder hier) und einen JR Zug von Tokyo nach Kawaguchiko (ca. 3 Stunden Fahrtzeit, nur 2x täglich, abends). Eine andere Möglichkeit ist mit dem Shinkansen oder der Tokaido Line von Tokyo via Mishima nach Gotemba und hier dann mit dem Bus nach Kawaguchiko. Du siehst, viele Wege führen zum Fuji-san.

Für die Gegend um den Berg gibt es verschiedene Bus-Tagespässe, wo auch Eintritte zu diversen Attraktionen inkludiert sind, (Fuji-Pass, erhältlich unter anderem im Bahnhof Kawaguchiko). Wir haben uns allerdings einfach ein Fahrrad (ca. 1500 Yen pro Tag) beim Bahnhof gemietet und sind so um den Kawaguchi-See gefahren.





Unsere Unterkunft

In Kawaguchiko gibt es unzählige Hotels, Hostels und traditionell japanische Gasthäuser (Ryokan oder Minshuku; hier geht es zum Ryokan-Verband). Wir hatten uns für ein Hostel (Hostel Fujisan FBH) im japanischen Stil mit Blick auf den Fuji entschieden. Viele Hostels und Hotels in der Gegend hatten einen Shuttle Service vom Bahnhof organisiert. Man muss nur in die Touristen Information gehen und sie rufen für dich beim Hotel an.




4 Gründe, warum du bei deiner Japan Reise nach Kawaguchiko solltest

1. Um den mächtigen Fuji zu sehen

Es gibt einige Wege den Fuji zu sehen - und in Kawaguchiko gibt es viele davon. Man sagt, dass der schüchterne Berg, eher vormittags ohne Wolkenschleier zu sehen ist, da der Himmel normalerweise klarer ist. Sehr empfehlen kann ich ein Rad zu mieten und um den See zu fahren. Direkt am Wasser ist ein Radweg, der um den See führt. So sieht man den Fuji-san immer wieder etwas anders.


Der Blick auf den Fuji vom Oishi Park

Vor allem vom Nordufer des Sees, beispielsweise vom Oishi Park oder Momoji Tunnel, hat man einen gigantischen Blick auf den Berg. Die Kirschblüte ist hier in der Regel Mitte April in voller Blüte, wo es ein Sakura-Festival gibt. Das bunte Herbstlaub erstrahlt Anfang bis Mitte November in einem intensiven Rot. In dieser Zeit findet auch das Fuji-Kawaguchiko-Momoji-Festival statt, wo abends sogar die Ahornbäume beleuchtet werden.

Ungefähr fünfzehn Minuten vom Bahnhof entfernt gibt es auch eine Seilbahn (Mount Fuji Panorama Ropeway) auf den umliegenden Berg Tenjo.

Im Nachbarort Fujiyoshida hat man von der Chureito-Pagode ebenfalls einen atemberaubenden Blick auf den Berg. Die Pagode ist beim Arakura Fuji Sengen Schrein, der Sengen - der Göttin (Kami) des Fuji - gewidmet ist.


2. Um die wunderschöne Natur zu genießen

Vom westlichen Ufer vom Kawaguchi See sind es nur zwei Kilometer zum Saiko See, wo es viele Campingplätze gibt. Dort in der Nähe sind eine Eis-, eine Fledermaus- und eine Windhöhle. Weiters ist der Aokigahara Wald dort, welcher ein riesiges Naturgebiet mit dichtem Wald und Lavagestein ist. Dieser Wald ist allerdings auch als „Selbstmordwald“ bekannt, da viele Japaner*innen dorthin fahren, um sich das Leben zu nehmen. Der Wald hat also eine ziemlich düstere Seite neben der schönen Natur.

Der Motosu See ist der am wenigsten erschlossenste See rund um den Berg. Zwischen Mitte April und Anfang Juni findet das Shibazakura-Fest statt und man kann die schönen pinkfarbenen Polster-Phlox Blumen sehen. Zu dieser Zeit gibt es einen Shuttlebus von Kawaguchiko direkt zum Fest.

3. Um den höchsten Berg Japans zu besteigen

Den Fuji sollte man nur in der Wandersaison von Anfang Juli bis Ende August besteigen. Ein besonderes Erlebnis soll die Wanderung in der Nacht sein, wo man dann den Sonnenaufgang am Gipfel genießen kann.

Der Fuji-san ist in zehn Raststationen aufgeteilt. Die meisten Wanderwege, wie der Yoshida Pfad mit Blick über das Fünf-Seen-Gebiet oder der kürzere, steile Fujinomiya Pfad, beginnen ab der fünften Station. Vergiss nicht, dass es am Gipfel des Fuji auch im Hochsommer sehr kühl sein wird.




4. Um am Ende eines anstrengenden Tages einen Onsen zu besuchen

Da der Fuji-san ein Vulkan ist, gibt es rund um den Berg einige Thermalbäder. Leider haben nicht viele einen Blick auf den Fuji. Aber auch so ist der Besuch einen Onsen absolut empfehlenswert und entspannend. Nicht weit entfernt vom Bahnhof Kawaguchiko gibt es beispielsweise das Fujiyama Onsen, welches auch ein großes outdoor Becken hat.

Wenn du auch mit einem kleineren Bad zufrieden bist, aber unbedingt den Fuji beim Baden sehen möchtest, habe ich einen kleinen Tipp für dich: Beim Hotel Mifujien (Nordufer vom See) kannst du auch als Hotel Externer das kleine hauseigene Onsen besuchen. Weitere Hotels mit Onsen findest du hier.


Achtung: Da in Japan Tattoos immer noch mit kriminellen Personen assoziiert werden, ist in den meisten Thermalbädern ein striktes Tattoo-Verbot. Daher ist es besser vorher beim Onsen nachzufragen, ob es in Ordnung ist, wenn man ein Tattoo hat. Zur richtigen Bade-Etikette.


Für mich persönlich hatte es etwas Magisches den Fuji zu sehen – es wundert mich nicht, dass er von den Japaner*innen so geliebt wird.


Wenn du am liebsten deinen Japan Urlaub sofort planen würdest, hat Jojo die richtigen Tipps für dich und deine erste Reise. Um dich darauf einzustimmen, kannst du noch vorher Ramen zu Hause ausprobieren!


Eure Fabia

Bild Quellen:

Fabia Klinger

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