Japanische Izakaya - 3 Rezepte zum Nachkochen

Ein Izakaya ist eine japanische Kneipe oder ein Pub, in der man neben alkoholischen Getränken auch kleine Speisen bestellen kann. Ein Besuch in einem Izakaya darf auf keinen Fall fehlen auf deiner Japanreise. Auch wenn man momentan nicht nach Japan reisen kann, bedeutet das nicht, dass man auf Japan-Feeling komplett verzichten muss. Japanisch kochen muss nicht schwierig sein, denn diese drei Speisen kannst du mit wenig Kocherfahrung zubereiten.

Izakaya – die japanische Kneipe

Übersetzt bedeutet Izakaya 居酒屋 sowas wie „Sake Laden, in dem man sitzt“. Wenn man an der Bar sitzt, kann man oftmals den Koch oder die Köchin beim Zubereiten der Speisen beobachten – oder gleich nachbestellen. In anderen Izakayas sitzt man auf Tatami Matten am Boden oder auf ganz normalen Stühlen und Tischen. Vor den Kneipen sind häufig rote Laternen aus Papier (akachōchin) angebracht. Weiters gibt es all-you-can-drink (nomi-hōdai) und all-you-can-eat (tabe-hōdai) Varianten, wo man um einen fixen Preis für eine begrenzte Zeit so viel essen bzw trinken kann.



Typische Gerichte sind beispielsweise

  • Yakitori (gegrillte Hühnerspieße)

  • Kushikatsu (frittierte Gemüse- oder Fleischspieße)

  • Karaage (jap. Backhendl)

  • Tsukune (Hühnerfleischbällchen)

  • Sashimi (dünn aufgeschnittener roher Fisch)

  • Yakionigiri (gebratene Reisbällchen)

  • Tempura (in Teig frittiertes Gemüse oder Shrimps)

  • Edamame (Sojabohnen in der Schale mit Salz)

  • Tsukemono (eingelegtes Gemüse)

  • Salate wie japanischer Kartoffelsalat

  • Yakisoba oder Yakiudon (gebratene Nudeln mit Gemüse und Fleisch)


In all meinen Izakaya Besuchen in Japan musste ich ohne Speisekarte auskommen. Entweder hatte das Lokal keine Karte oder diese war ausschließlich auf Japanisch.

Wenn man also wie ich nicht alles isst, hat so ein Abend im Izakaya etwas von Glücksspiel. Bekommt man sein zukünftiges Lieblingsessen serviert oder landet man heute den „Griff ins Klo“? Selbst beim Roulette spielen im Casino hatte ich weniger Nervenkitzel als bei diesen Essens-Überraschungen.

Wer (so wie ich) auf Salat mit rohem Eiweiß verzichten möchte und kein japanisch kann, dem empfehle ich vor der ersten Japanreise eine kleine Speisen-Recherche zu machen, damit man zumindest ahnen kann was auf einen zukommt, wenn einem die Gerichte der Karte aufgesagt werden.


Übrigens: In Anime wie Shokugeki no Soma kommen viele japanische Gerichte vor. So macht Recherche auch Spaß!


Um sich da im Vorhinein ein wenig „hinein kosten“ zu können gibt es von mir nun die angekündigten Izakaya Häppchen:


Die Rezepte sind für zwei Portionen bzw. vier japanisch-große Portionen



Yakitori – gegrillte Hühnerspieße

400g Hühneroberkeulen, ohne Knochen

4 Frühlingszwiebel, nur das weiße

Salz, Chilipulver, schwarzer Pfeffer

Für eine weitere Variante: Teriyaki Sauce

Spieße

Das Hühnerfleisch in ca. 3-4 cm große Stücke schneiden, das gleiche mit den Frühlingszwiebeln. Bei der Verwendung von Bambusspießen diese 15 Minuten in Wasser legen. Das Fleisch mit den Gewürzen einreiben. Abwechselnd Fleisch und Zwiebel auf die Spieße stecken. Die Spieße auf einem Grill oder in der Pfanne auf beiden Seiten bei mittlerer Hitze anbraten, gegebenenfalls einen Deckel auf die Pfanne geben bis das Fleisch durch ist. Bei der Teriyaki-Version die Sauce in die Pfanne geben bzw. warme Teriyaki Sauce in ein Glas geben und die Spieße nach dem Grillen kurz eintunken.


Tipp: Man kann auch andere Fleischteile vom Huhn verwenden wie Hühnerbrust oder Hühnerhaut! Außerdem wusstest du, dass du Teriyaki Sauce ganz einfach selber machen kannst? Für ca. 200ml Sauce benötigst du 150ml Soja Sauce, 100 ml Mirin, 50 ml Sake, 4 EL Zucker und 1-2 Ingwerscheiben: alles in einen Topf geben, kurz aufkochen lassen und dann 5 Minuten lange köcheln lassen bis die Sauce etwas eingedickt ist, zuletzt den Ingwer entfernen – Fertig!




Sunomono – Gurkensalat auf Japanisch

1 Gurke

50ml Gemüsebrühe oder Dashi

2-3 EL Soja Sauce

1 EL Sesamöl

2 EL Reisessig

Salz und Zucker

Optional: etwas Zitronensaft, Wakame, geriebener Ingwer, Sesam, Chiliflocken

Zuerst die Gurke in der Mitte auseinanderschneiden und der Länge nach halbieren. Mit einem Löffel die Samen herausschaben. Die Gurke in Scheiben schneiden, salzen und nach fünf Minuten etwas Wasser ausdrücken. Die Brühe mit den anderen Zutaten vermischen bis sich der Zucker darin auflöst. Die Gurkenstücke mit der Brühe in eine Schüssel geben, gut umrühren und weitere fünf Minuten ziehen lassen vor dem Servieren.



Horenso Gomaae – Spinat mit Sesamdessing

300g frischen Spinat oder TK-Spinat

1 EL Sesam

1 TL Soja Sauce

1 TL Sesamöl

1 TL Mirin oder Sake

Salz und Zucker

Optional: 1-2 Knoblauchzehen


Den Spinat blanchieren bzw. den TK-Spinat auftauen lassen. Den Sesam ohne Öl in einer beschichteten Pfanne kurz anrösten und in einem Mörser zerkleinern. Wer keinen Mörser hat, kann diesen Schritt auch überspringen. Den Knoblauch hacken und kurz anbraten (optional). Den Sake oder Mirin gemeinsam mit Salz und Zucker kurz in einer Pfanne erhitzen bis diese aufgelöst sind. Den Spinat gemeinsam mit dem Sake/Mirin und den restlichen Zutaten in eine Schüssel geben und vermischen - danach servieren.


Um ein wenig Japan-Feeling in dein Zuhause zu bringen brauchst du nicht gleich Ramen oder Sushi auszuprobieren. Es geht auch mit solchen einfachen Gerichten!



Am besten servierst du alles auf größeren Tellern oder Schüsseln in der Mitte des Tisches. Jede*r bekommt ein kleines Tellerchen und nimmt sich immer etwas aus der Mitte. Ein kühles Bier oder Reiswein dazu – Itadakimasu!


Mittlerweile koche ich relativ viele japanische und andere asiatische Gerichte zu Hause. Wenn du auch gerne japanisch kochst, dann schick uns nächstes Mal doch ein Bild davon oder verlink uns in deiner Story auf Instagram oder Facebook!


Viel Spaß beim Kochen,

eure Fabia


Bildquellen:

Titelbild von Josh Wilburne auf Unsplash

Yakitoribild von adiosmary auf Pixabay

restliche Bilder von Fabia Klinger

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