Anime Review: Black Clover

„Den Blättern des Kleeblattes wohnen Aufrichtigkeit, Hoffnung und Liebe inne. Im vierten Blatt verbirgt sich das Glück. Und im fünften Blatt wohnt der Teufel.“

Dies ist die einprägsame Einleitung in das Meisterwerk des Mangaka Yuki Tabata „Black Clover“ und lässt bereits hier die Erwartungen steigen. Der Manga lässt uns das Leben zweier junger Magier miterleben, die sich ein äußerst großes Ziel gesetzt haben - obwohl sie nur „einfache Bauern“ sind.


Wovon Black Clover handelt

Unsere Geschichte beginnt im Königreich Clover - genau genommen im kleinen, armen Dorf Helge in denen der Protagonist Asta und sein Rivale Yuno in einer Kirche aufwachsen. Es ist der Traum beider eines Tages der König der Magier und somit des gesamten Königreichs zu werden. Während Yuno die Magie quasi in die Liege gelegt wurde, hat Asta leider weniger Glück und scheint keinerlei Anzeichen von magischen Kräften aufzuweisen.



So ist es kein großes Wunder, dass Asta bei der großen Grimoire Verteilung, bei der alle jungen Magier im Alter von fünfzehn Jahren ihr Grimoire (Zauberbuch) bekommen, leer ausgeht. Yuno hingegen bekommt ein Grimoire mit einem vier blättrigen Kleeblatt (engl. Clover) darauf. Solch ein Buch soll ebenfalls der erste König der Magier besessen haben.


Am gleichen Abend noch wird Yunos Grimoire gestohlen, was ihn in eine verzwickte Lage bringt. Asta eilt ihm, trotz seiner fehlenden Magie, zur Rettung. Als Yuno ihn schließlich als Rivalen anerkennt, erwachen in Asta magische Fähigkeiten, worauf er auch ein Grimoire bekommt: Ein schwarzes, abgenutztes, fast verfallenes Buch mit einem fünfblättrigen Kleeblatt darauf.


Am nächsten Tag beschließen sie beide in die Hauptstadt zu gehen, um dort die Aufnahmeprüfung für den magischen Ritterorden zu absolvieren. Dabei stellen sie schnell fest, dass es durchaus eine Rolle spielt, in welchen Verhältnissen man geboren und aufgewachsen ist.


Fakten über den Manga bzw. über den Anime

Der erste Band von Black Clover erschien in Japan im Februar 2015 im Weekly Shonen Jump Magazin. Bis heute umfasst er mit Stand April 2020 rund 246 Kapitel. Der Anime begann 2017 und hat derzeit 129 Episoden.


Das Genre - Was ist Shonen?

Black Clover wird grundsätzlich zur Shonen Gattung gezählt. Man kann ihn auch unter der Kategorie „Fantasy“ einordnen.

Nur was heißt Shonen eigentlich und was ist ein Shonen-Anime?

Das Wort Shonen heißt übersetzt so viel wie „Jugend“. Ein Shonen ist somit ein Werk, dass sich insbesondere auf jüngere Altersgruppen bzw. heranwachsende Jugendliche richtet. Dabei sind die Hauptrollen typischerweise männliche Jugendliche, die ein gewisses Ziel verfolgen.


Warum du Black Clover eine Chance geben solltest

Der Anime Black Clover ist für mich ein sehr gut gelungenes Werk. Er überzeugt nicht nur inhaltlich, sondern hat für mich auch den idealen Mittelweg zwischen Ernst, Spaß und Spannung gefunden.

Gleich am Anfang wird man als Leser*in mit der Frage konfrontiert, ob man für Magie nicht magische Kräfte haben muss. Aber auch ob es einen Unterschied zwischen der Magie von Adeligen und der Magie von „einfachen Bauern“ gibt. Die Protagonisten von Black Clover werden somit auf eine harte Probe gestellt, aber lassen sich durch nichts entmutigen. Sie verfolgen stets ihren Traum um einmal der König der Magier zu werden.



Leider ist Asta am Anfang der Serie ein nerviger Charakter, da seine schrille Stimme regelrecht in Geschrei ausartet. Daher kommen einige Zuschauer zu dem Schluss, dass es nicht wert ist, weiterzuschauen.


Mein Tipp: Bleibt an Black Clover dran - es zahlt sich aus!


Die Spannungskurven in den einzelnen Folgen sind auf jeden Fall vorhanden und circa ab der zehnten Folge wird selbst unser Protagonist immer ruhiger. Man erkennt da bereits die ersten Charakterentwicklungen.


Warum mir Black Clover gefällt

Black Clover ist ähnlich aufgebaut wie der Anime-Klassiker Fairy Tail, welcher mir persönlich ebenso gut gefallen hat. Beide Anime spielen in einer Welt in der Magie eine der wichtigsten Rollen einnimmt. Dabei wird der Vielfalt der verschiedenen Magiearten keine Grenzen gesetzt. Man entdeckt somit immer wieder neue faszinierendere Arten von Magie.


Der Unterschied zu Fairy Tail und zu den meisten anderen Shonen Titeln ist jedoch, dass dieser Anime nicht erst lange Dialoge und unzählige Folgen mit Erklärungen zur Welt hat. So gibt es zwar doch vereinzelte Flashbacks, die der Geschichte als Aufschluss dienen, aber man wird nur selten mit unnötig wiederholten Szenen gelangweilt.


Mein Fazit

Jede*r Animebegeisterte mit einer Vorliebe für Übernatürliches ist bei Black Clover sehr gut aufgehoben und wird sich schnell in die Geschichte verlieben. Ich könnte noch stundenlang über die Rivalität und die Charakterentwicklungen der beiden Protagonisten oder über die vielen Charaktere und Plot-twists weiterschwärmen, aber ich möchte euch nicht zu viel verraten.


Ich kann nur betonen: Einen Blick riskieren zahlt sich auf jeden Fall aus!


Wie sieht's nun mit euch aus? Seid ihr neugierig geworden?

Dann lest euch am besten gleich in den ersten Band ein und erzählt mir beim nächsten Treffen wie euch Black Clover gefällt. Wenn ihr Black Clover bereits kennt – wer ist euer Lieblingscharakter und warum?

Wir sehen uns dann beim nächsten Treffen!


Euer Christian


Bild Quellen:

Crunchyroll

KAZÉ Anime

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