Review Manga: Oyasumi Punpun

Das Leben ist nicht immer einfach. Es gewinnen nicht immer die Guten, wie uns das die Heldengeschichten mit ihren moralisch makellosen Protagonisten glauben machen wollen. Die Realität ist Grau - Manchmal hell, manchmal dunkel, aber nie nur schwarz und weiß. Eine große Lektion die der kleine Punpun beim Erwachsenwerden lernen muss...


Über Sandkastenliebe, ein zerbrochenes Elternhaus und das Erwachsenwerden


Der vom Mangaka Inio Asano (jap. いにお 浅野) verfasste Manga erzählt die Geschichte von Punpun Punyama. Neben dem eigenartigen Namen ist auch sein Aussehen ungewöhnlich, eine einfache, fast schon karikaturhafte Zeichnung eines Vogels. Und doch wird er behandelt, als ob er ein normaler Mensch wäre, genauso seine Eltern die ebenfalls eine vogelähnliche Gestalt besitzen. Aus der Erzählweise lässt sich dann schließen, dass der Erzähler die Geschichte aus der Sicht Punpuns beschreibt. So scheint Punpun zuerst stumm, da man nie eine Sprechblase von ihm sieht. Aus der Reaktion seiner Mitmenschen geht aber hervor, dass er spricht, nur das im Manga nicht dargestellt wird.


Seine erste Liebe


Man erfährt über seine Grundschulzeit in der Sich seine Eltern scheiden lassen und Aiko, seiner ersten großen Liebe durch die er seine Leidenschaft, die Astronomie findet. Sie geht ihm jahrelang nicht aus dem Kopf und immer wieder kreuzen sich ihre Wege durch Zufall während beide ihr eigenes Leben leben.


Das ist doch nur eine Romanze, oder?


Doch Punpun's Leben dreht sich nicht nur um Aiko. Der Manga begleitet uns bei allen wichtigen Ereignissen und erklärt uns wie sich sein Charakter bildet und seine Persönlichkeit entwickelt. Er erzählt uns seine Träume, seine Ziele, seine Unzufriedenheiten mit sich selbst und der Welt.

Das Thema Sexualität ist ein wesentlicher Teil vom Erwachsenwerden, und auch Punpun ist da keine Ausnahme.

Kurzum, der Manga beschreibt, was in seinem Kopf vorgeht und wie er die Welt wahrnimmt und wie sich diese durch seine Erfahrungen ändern.


In jeder Zeit ein neuer Streit


Der Manga durchläuft mehrere Lebensphasen Punpuns die durch klare Unterbrechungen getrennt sind. Nach seiner Grundschulzeit setzt die Geschichte mit seiner Mittel- und Oberschulzeit fort und endet in seinen Zwanzigern. Diese verschiedenen Lebensabschnitte werden auch durch ein unterschiedliches Aussehen von Punpun selbst dargestellt, jedes von Punpun's aussehen stellt eine Weiterentwicklung von ihm dar.


Fazit von Oyasumi Punpun


Der Manga zeichnet sich neben der emotionalen Achterbahnfahrt seiner teilweise sehr herzzerreißenden Geschichte durch einen sehr detailreichen und realistischen Zeichenstil aus.

Für mich ist der Zeichenstil für einen guten Manga fast genauso wichtig wie eine packende Handlung. Oyasumi Punpun ist wohl einer meiner Lieblings-Manga, er greift Themen auf mit denen sich beinahe jeder identifizieren kann, stellt dir moralische Fragen und befasst sich mit den Schwierigkeiten des Lebens.


Euer Julian

Bild-Quellen:

Crunchyroll

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